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Präferenzkalkulation – Stücklisten

Die Herausforderung

Exportierende Unternehmen müssen bei Bedarf vollständige und korrekte Ursprungsinformationen liefern, die nicht nur ihre Compliance, sondern auch die Präferenzberechtigung der Ware im Rahmen eines Präferenzabkommens belegen. Exporteure von Enderzeugnissen stehen hier vor einer besonderen Herausforderung – denn Rohstoffe, Ausgangsmaterialien und Komponenten stammen oft von Zulieferern aus aller Welt.

Welches Produkt präferenzberechtigt ist, wird durch die Ursprungsregeln eines Handelsabkommens definiert. Das bedeutet, dass jedes einzelne Produkt auf Konformität mit diesen Regeln geprüft werden muss. Darüber hinaus müssen auch alle seine Bauteile bzw. Inhaltsstoffe anhand einer Stückliste (Bill of Materials, BOM) analysiert werden. Die BOM gibt einen vollständigen, hierarchischen Überblick über Rohstoffe, Baugruppen, Komponenten etc. sowie deren Mengen- und Kostenanteile.

So hilft Amber Road

Amber Road beschleunigt die Stücklistenanalyse durch direktes Auslesen der komplexen Dokumente aus dem BOM-Management des Herstellers (ERP-, Engineering- oder individuelle Verwaltungssysteme) bzw. aus XML- oder Excel-Dateien.

Amber Road-Lösungen für das Management von Freihandelsabkommen unterstützen die Analyse von BOMs durch automatische Anwendung der Ursprungsregeln und das Überprüfen der Produkte auf Änderungen der Tarifklasse, vollständige Erzeugung, regionale Wertanteile, Kumulationslogik und De-Minimis-Regeln. Für jede Position der Stückliste wird so festgestellt, ob sie den Regelkriterien des jeweiligen Freihandelsabkommens entspricht. Am Ende steht ein summarischer Qualifizierungsbericht für das Enderzeugnis, einschließlich detaillierter Evaluationsergebnisse für jede einzelne Komponente. Diese Berichte werden in der Datenbank Global Product Master auf Produktebene hinterlegt, sodass Präferenznachweise zentral gemanagt werden können.

Das System ist skalierbar und unterstützt mehrere Handelsabkommen. Ein Content-Plug-in für jedes relevante Freihandelsabkommen enthält die Lieferantenfragebögen, Dokumente von Herstellern und Lieferanten sowie die Ursprungsregeln. Die Inhalte wie z.B. zeitlich gestaffelte Zollsätze werden über die Amber Road Datenbank Global Knowledge® kontinuierlich aktualisiert. Neue Plug-ins können nahtlos in das vorhandene System eingebunden werden.

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Arten einer Lieferantenerklärung

Grundsätzlich wird zwischen einer Lieferantenerklärung für Güter mit Präferenzursprungseigenschaft sowie einer Lieferantenerklärung für Waren ohne Präferenzursprung unterschieden. Die Lieferantenerklärung für Waren mit Präferenz-Ursprungseigenschaft bestätigt den Ursprungscharakter einer Ware gemäß einer durch die Europäische Gemeinschaft festgelegten Präferenzregelung. Diese Richtlinie, welche die Ware hinsichtlich ihres Ursprungs charakterisiert, ist in der Lieferantenerklärung ebenfalls anzugeben.

Es werden zwei Varianten von Lieferantenerklärungen unterschieden:

Einzel-Lieferantenerklärung

Diese Form der Lieferantenerklärung gilt nur für eine bestimmte Warenlieferung.

Langzeit-Lieferantenerklärung

Langzeit-Lieferantenerklärungen sind als Rahmen- oder Sammelerklärungen meist ein Jahr gültig und decken alle in diesem Zeitraum durchgeführten Lieferungen ab. Angaben In der Langzeit-Lieferantenerklärung besitzen für die gesamte Abrechnungsperiode Gültigkeit.

Lösungen für das Management von Lieferantenerklärungen

Die Verwaltung von Lieferantenerklärungen stellt ein komplexes Aufgabengebiet unter hohem Termindruck dar, welcher zusätzlich verschärft wird, wenn Ressourcen zur Durchführung der diesbezüglichen Tätigkeiten lediglich eingeschränkt vorhanden sind. Ohne ausreichende Dokumentation und Archivierung sowie die Möglichkeit, auf relevante Informationen, Daten und Dokumente im Bedarfsfall rasch zugreifen zu können, ist ein revisionssicheres Management von Lieferantenerklärungen schwierig und erfordert in jedem Fall einen hohen Zeit- und Kostenaufwand. Auch sind Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Prozessqualität bei der Ausfertigung von Lieferantenerklärungen wesentliche Faktoren, da gravierende zivilrechtliche, finanzrechtliche oder strafrechtliche Konsequenzen eintreten können, sollte sich anlässlich der Ausfuhr- bzw. Exportkontrolle der Waren herausstellen, dass die Lieferantenerklärung fehlerhaft oder unvollständig ausgefüllt wurde bzw. Defizite bei der Erfüllung der behördlichen Nachweispflicht bestehen.

Die Lösung dieser Probleme besteht im Einsatz einer leistungsstarken Software. Mehr als 60 % von in Studien befragten Unternehmen gaben jedoch an, für die Erstellung und Verwaltung von Lieferantenerklärungen bislang keine digitalen Anwendungen zu nutzen. Die Abwesenheit unterstützender elektronischer Abrechnungsverfahren hat denn auch desaströse Auswirkungen auf die Entwicklung der Personalkosten. Allein der aufgrund rigiderer behördenseitiger Kontrollen gestiegene Korrektur- und Verwaltungsaufwand führte bei über 35 % der befragten Unternehmen zu einem kostenwirksamen Mehraufwand an Arbeitszeit von über 8 Stunden im Jahr.

Wie können Lieferantenerklärungen mit Hilfe von Softwarelösungen optimiert verarbeitet werden?

Wie bereits ausgeführt, existieren für Lieferantenerklärungen konkrete Formvorschriften, sowohl hinsichtlich des organisatorischen Procederes als auch des Wortlauts im Protokoll. Darüber hinaus führt der Umstand, dass die Gültigkeitsdauer rechtlicher Vorgaben im Zollwesen oft nur von kurzer Dauer ist, mitunter zu erheblichen Verzögerungen bei der Ausfertigung von Lieferantenerklärungen. Eine leistungsstarke Software kann das Erstellen und Verwalten von Lieferantenerklärungen deutlich vereinfachen und damit den diesbezüglichen Verwaltungsaufwand massiv verringern. So sorgen moderne Cloud-Computing Systeme dafür, dass sowohl Einzel- als auch Langzeit-Lieferantenerklärungen in wenigen Schritten erstellt, ausgedruckt und an den Empfänger versendet werden können.

Funktionen Nutzen

Stücklistenmanagement

Direktimport vielschichtiger BOMs aus ERP-, Produktions- und WMS-Systemen
Automatische Kalkulation und Analyse - simultan für mehrere Präferenzprogramme
Automatische Datenübernahme aus dem Qualifizierungsbericht oder direkt aus dem Kampagnenmanagement des Lieferanten
Historische Präferenznachweise können aufgerufen und an neue Downstream-Partner übermittelt werden

Regelrepertoire

Ursprungsregeln für zahlreiche FTAs
Verschiedene Berechnungsmethoden für regionale Wertanteile (RVC)

Archivierung und Audits

Speichert und archiviert BOM-Analysen
Generiert Ursprungszeugnisse für Produkte und Transaktionen

Lösungsbroschüre

Management von Freihandelsabkommen
Kostenvorteile nutzen durch Handelsabkommen

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